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Land in Sicht

So beruhigend auch alles sein mag im kühlen Norden- dass mein Geld ganz schnell knapp wurde, war nicht zu ignorieren.

Leider gehöre ich nicht zu den talentierten Musikern und Sängern, die hier haufenweise rumstehen und sich das Kleingeld in die Hüte werfen lassen. Ich hätte ja mal versuchen können, meinen eigenen Fischbrötchen-Stand aufzubauen, aber das hätte womöglich noch Prügel gegeben, und vielleicht auch ein bisschen Unterhaltung für die Zuschauer.

An dem Tag saß ich ziemlich frustriert am Strand. Am liebsten hätte ich sofort auf irgendeinem Schiff angeheuert, hauptsache, es fährt auch weit genug weg von allem. Dann bräuchte ich meiner Oma nur noch eine Postkarte schicken und sie wäre um viel Arbeit erleichtert und um Geld erschwert. So einfach ist das nicht, hab ich mir gedacht. Doch, ich kann es immernoch kaum glauben, irgendwie fügte sich alles auf einmal ganz einfach. So leicht, so erfrischend, wie die Windbrise. Ich hör mich schon ganz komisch an, so überrascht bin ich immernoch.

Ich schlurfte an der Promenade entlang, überall hat es nach Essen gerochen und ich hab mich nicht mal getraut, eines der Mädchen in ihren Ostseekleidern anzusprechen. Ich hätte sie ja nicht mal auf einen Drink einladen können. Der Stand, an dem ich mich die vorigen Tage immer versorgt hatte, wurde von so einem netten älteren Kerl betrieben. Der hat gleich gegrüßt und wollte mich ranwinken, ich hab aber nur nett mit dem Kopf geschüttelt. "Jung, was ist denn los mit dir?", hat er da gleich gerufen. "Du musst doch was essen, Mensch!" Wusste ich ja, aber ich zeigte ihm, dass meine Taschen leer waren. Er überredete mich trotzdem, ein Ehrenlachsbrötchen auf seine Kosten anzunehmen und schon konnte ich mich kaum zurückhalten, ihm alles zu erzählen.

Am nächsten Morgen, ich hatte am Strand geschlafen, kam ich wieder bei ihm vorbei. Da eröffnete er mir, einfach gerade heraus, dass er mit einem Freund gesprochen hätte, der noch eine Küchenhilfe im Restaurant braucht. Ich könne um 12 Uhr zur Probearbeit kommen. So, da habt ihr´s. Ich darf arbeiten. Das Glück kam über See.

20.7.11 11:33


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An der See

Leute, das Meer- es ist grandios! Es gibt echt nichts besseres, da kann man mir erzählen, was man will. Berge, Wälder, alles schön und gut. Aber das Meer hat einfach was Faszinierendes. Das beruhigt ungemein, da kann man seine Seele baumeln lassen.

Ich habe mich einfach vom schlechten Gewissen mak frei gemacht und mich treiben lassen. Ich bin in Warnemünde gelandet, habe mich mit dem Zug auf den Weg gemacht. Kaum angekommen, habe ich mich mit meinem dicken Rucksack erstmal auf den Strand geworfen und ein Bierchen aufgemacht. Ach, ich hätte echt in das ruhige Wasser da steigen können und mich wegschwemmen lassen, einfach so. Irgendwoanders hin, zu einer Insel, an der man ankommt und einfach von vorne anfangen kann.

So hab ich mich gefühlt, als ich da auf´s Meer geschaut hab und es allmählich zu dämmern begann. Auch in meinem Kopf hat es langsam angefangen zu dämmern. Mit der ruhigen See, dem letzten Rest Sonne, der so aussah, als würde er baden gehen und die Ruhe um mich rum im hellen Sand. Also, da bin ich schon fast sentimental geworden. Auf jeden Fall ging mir auf, dass es definitiv nicht so weitergehen kann. Die paar Menschen, die an mir vorbei kamen, sahen irgendwie so zufrieden aus. Selbst den Typen, die an der Seebrücke den ganzen Müll und all die Zigarettenstummel einsammeln mussten, war kein bisschen Unmut anzusehen. Ob das die gesunde Seeluft ist? Zumindest fühlte sich mein Kopf plötzlich so frisch und geläutert an wie schon lange nicht mehr. Wenn man den ganzen Tag in der Bude hockt und nichts machen kann und nichts machen soll, kann das die Gehrinzellen schonmal ganz schön lahm legen. Ich war gespannt, was kommen sollte, wenn ich wieder zurückfahre.

12.7.11 18:35


Gescheitertes Vorstellungsgespräch, die zweite und trotzdem Urlaub?

Dass meine Oma einfach die allerbeste Oma auf der ganzen Welt, ach, was sage ich ich, die allerbeste Oma im ganzen Universum, die allerbeste Oma, die man sich vorstellen kann, ist, das hatte ich euch ja schon relativ ausführlich in einem letzten Beitrag begründet und berichtet, was?

Ihr glaube aber nicht, was die weltbeste Oma mir heute morgen eröffnet hat? Sie hat mir einen Urlaub an die Ostsee, ans Meer geschenkt! Ich war schon so so lange nicht mehr am Meer, weil ich es mir mit meinem Harz IV einfach nicht ersparen konnte und sie wusste einfach ganz genau, wie sehr ich mich nach dem Meer sehne und wie sehr ich mich über dieses Geschenk freue.

Nach der ersten Freude überkam mich aber dann noch so ein Gefühl, dass ich dieses Geschenk eigentlich überhaupt nicht annehmen kann. Meine Oma steckt mir ja so schon zu oft Geld zu und ich weiß gar nicht, was ich ohne sie machen soll. Sie hat schließlich auch mit ihrer kleinen Rente nicht wirklich viel Geld zum Leben und ich möchte, dass sie sich auch mal etwas gönnt und sich nicht immer nur um mich kümmert. Als ich ihr meine Gedanken eröffnete, meinte sie aber, dass sie mir das Geschenk ganz bewusst machen möchte. Auch besonders als Belohnung dafür, dass ich mich ja immer um Jobs bemühe und mich auch von weniger erfolgreichen Vorstellungsgesprächen nicht aus dem Konzept bringen lasse. Na gut, ich werde mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Letzteres ist allerdings nur bedingt ein Argument, denn mittags hatte ich gleich wieder ein Vorstellungsgespräch, was leider – wie so oft oder auch eigentlich immer – mit einer Absage endete. Ich hatte mich dabei um eine Stelle als Sozialarbeiter-Assitent bei einer Kirchengemeinde beworben. Aber irgendwie habe ich wohl nicht einen Eindruck gemacht, der gut genug zu deren Überzeugungen und Glauben passte. Dabei bin ich doch ein unfassbar netter Kerl, dem es so viel Spaß gemacht hätte, nachmittags bei der Betreuung von Senioren zu assistieren.

Die Suche wird also wohl leider weitergehen müssen...

30.6.11 12:18


Brauch endlich nen Job

Und wieder ein neuer Tag ohne Arbeit. Man, wie mir das auf den Geist geht. Seit einem Jahr bin ich Tag ein Tag aus auf der Suche. Ohne Erfolg! Egal wo ich mich bewerbe, entweder bekomme ich nicht einmal eine Absage zugeschickt, oder die Schreiben kommen dann nach ein paar Wochen. Bislang hatte ich nur ein einziges Bewerbungsgespräch und das war auch total sch***!

Ohne Ausbildung findet man mittlerweile halt auch nichts. Die wollen alle einen, der Abitur gemacht hat und einen mit einem Hauptschulabschluss nehmen die höchstens zum Putzen. Dabei würde ich ja fast alles machen. Am liebsten würde ich ja ne Ausbildung zum Schreiner machen, aber das ist total schwer. Die nehmen echt nicht jeden Heini und mein Abschluss ist nicht so gut. Aber wie gesagt, ich würde ja fast alles machen, aber es klappt nicht.

Das eine Vorstellungsgespräch war auch total bescheuert. Die haben einen Hausmeister in einer Gesamtschule gesucht. Find ich ja nicht so toll, aber ich bin hingegangen und hab mir alles zeigen lassen. Und dann haben die so Sachen gefragt, z.B. ob ich Kinder mögen würde. ich mein, was hat das mit dem Job zu tun? Ich soll doch als Hausmeister arbeiten und nicht als Lehrer. Ich hab denen dann gesagt, dass ich selber keine hab und das ist auch gut so. Naja, fanden die nicht so gut. Ein paar Tage später kam dann die Absage. Aber was hätte ich sagen sollen? Ich find Kinder halt nicht so geil.

Jetzt versuche ich es mit einer Bewerbung im Lager. Vielleicht wollen die mich. Ist nicht so toll, aber was soll's. Ich brauch halt einen Job. Und besser im Lager arbeiten, als zuhause zu hocken.

20.6.11 12:44


Die beste Oma der Welt!

Meine Oma ist die beste Oma der Welt! Ich mein, die bekommt das ja alles mit, das mit meiner Arbeitslosigkeit. Sie sieht auch, wie es mich fertig macht und gestern, als ich von der Arge kam, da hat sie schon mit nem Schweinegulasch auf mich gewartet. Das hat sie extra nur für mich gemacht. Wenigstens eine, die sich mal um mich kümmert. Sonst denken ja alle nur an sich. Ist doch so! Aber meine Oma nicht. Die hat mir zu Weihnachten Geld geschenkt, damit ich in Urlaub fahren kann. Sonst hätte ich das ja nicht machen können. Und letztens, als ich mit der Katrin in die Disco wollte, da hat sie mir auch noch ein bisschen Geld dazu gegeben. Ich kann mich immer auf sie verlassen.

Da hab ich echt Glück gehabt, weil meine Kumpels, die haben das nicht. Ich wohn ja auch bei Oma und Miete muss ich auch nicht zahlen. Aber sie hat ja ein großes Haus. Für sie alleine wäre das ja viel zu groß. Nur letztens, da hat sie mich ein bisschen verwundert. Das war, als ich gefrühstückt habe. Da hat sie sich dazugesetzt und gemeint ich könnte auch etwas mehr im Haushalt machen. Ich hab sie dann gefragt, wie sie das meint. Sie sagte nur, dass ich nach dem Essen mein Geschirr in die Spülmaschine räumen kann.

Ich hab das zwar noch nie gemacht, aber ich hab das dann versucht. War ihr nicht so recht, wie ich meinen Teller hingelegt habe und dann meinte sie, ich soll das dann doch lassen.

Seitdem frage ich mich, was hat die denn? Erst soll ich was machen und dann nicht. Egal, trotzdem ist meine Oma die Beste! Ohne sie wüsste ich manchmal nicht weiter.

14.6.11 12:42





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